Seminar

Konsum und kein Ende?

Strategien der Analyse und Veränderung aus politischer und psychologischer Sicht

Unser Konsumverhalten steht in der Kritik. Fridays for Future und andere zivilgesellschaftliche Organisationen, aber auch zunehmend öffentliche Institutionen und WissenschaftlerInnen fordern eine Veränderung des Konsumverhaltens. Denn es ist weder ökologisch nachhaltig noch sozialverträglich. Die durch den Konsum verursachte Klimakrise ist nicht mehr zu leugnen. Die Einschläge kommen näher, wie z.B. die Flutkatastrophe im Sommer 2021 im Ahrtal und an anderen Orten in Deutschland gezeigt hat.
Längst ist uns bewusst, wie schädlich z.B. Plastikprodukte sind, und unter welch menschenunwürdigen Bedingungen z.B. Kleidung in Asien hergestellt und hier immer häufiger von Online-Händlern, bei denen auch in unserem Land katastrophale Arbeitsbedingungen herrschen, an die Frau/den Mann gebracht werden.
Wir fühlen uns in unserem Konsumverhalten oft selbst nicht wohl. Doch viele Prozesse laufen unbewusst ab. So belächeln wir zwar die Werbung, aber sie hat doch ihre Wirkung auf unser Verhalten.
In diesem Seminar sollen die Strategien der Werbeindustrie auf der einen Seite und unsere Empfänglichkeit dafür auf der anderen Seite analysiert werden.

Inhalte:

  • Wie können wir uns gegen unerwünschte unterschwellige Werbestrategien wappnen?
  • Hilft ein Blick auf das Konsumverhalten früherer Generationen oder anderer Kulturen?
  • Welche konsumkritischen Bewegungen gibt es? Was ist Gemeinwohlökonomie? Was sind Genossenschaften?
  • Welche alternativen Produktions- und Einkaufsmöglichkeiten gibt es?
  • Welche politischen Gegenmaßnahmen existieren bereits? Wir werden uns mit den Lieferkettengesetzen in Deutschland und auf EU-Ebene sowie mit anderen relevanten politischen Instrumenten auseinander setzen.
  • 26. Februar 2022
    9:00 Uhr16:30 Uhr
  • Politische Akademie der SDS
    Europaallee 18
    66113 Saarbrücken

  • AnsprechpartnerIn
    Elena Steinmetz
    0681 - 906 26 - 11
    es@sdsaar.de



Christel Schneider-Woll

Christel Schneider-Woll, Bachelor of Science in Psychologie und Diplom-Übersetzerin für Französisch, Englisch und das Fach Völkerrecht; Studium in Trier, Saarbrücken und an der Fernuniversität Hagen.

Berufserfahrung als Übersetzerin in der Erdölindustrie in Hannover und in der Industrie- und Handelskammer des Saarlandes sowie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Völkerrecht und Europarecht der Universität des Saarlandes
Zahlreiche ehrenamtliche Tätigkeiten wie Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen Saarbrücken-Stadt und Landesvorsitzende des alternativen Verkehrsclubs Deutschland.

Seit 2016 ist sie Referentin für psychohistorische und -politische Themen.

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Christel Schneider-Woll