Exkursion

Auschwitz-Fahrt für Erwachsene


Unsere Motivation:

8. Mai 1945: Kriegsende in Europa! Der Kontinent liegt in Schutt und Asche. Über 60 Millionen Menschen wurden Opfer des 2. Weltkrieges, der von – bis zu dieser Zeit – unvorstellbaren Gewaltexzessen, von Machtstreben, Diktatur und Rassenwahn geprägt war. Der 8. Mai wurde für Deutschland zum „Tag der Befreiung“, wie ihn Richard von Weizäcker nannte. „Nie wieder Krieg!“ war nicht nur eine Parole, sondern bittere Notwendigkeit.

Mutigen und vorausschauenden Politkern gelang es durch eine Politik des Ausgleichs, die Grundlagen für ein vereintes Europa zu schaffen, das wegen seiner Bemühungen um Frieden, Freiheit, Wahrung der Menschenrechte und Demokratie im Jahr 2012 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde. Mit vereinten Kräften ist es gelungen, Europa aus einem Kontinent des Krieges in einen Kontinent des Friedens umzuwandeln.

77 Jahre lang lebten wir in Frieden, Freiheit und in demokratischen Verhältnissen. Frieden und Freiheit waren für uns selbstverständlich geworden. Doch Frieden ist Schwerstarbeit, Frieden braucht Mut, das lehrt uns gerade auch die jüngste Geschichte. Deshalb wollen wir mit unserem Referenten Werner Hillen diesen geschichtsträchtigen Ort besuchen, um uns in Erinnerung zu rufen, was Diktatur, Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus bewirken.

Das Programm:

21. Mai 2024:

06:00 Uhr:       Abfahrt ab Saarbrücken
14:30 Uhr:       Einchecken im Hotel Pullmann in Dresden
15:30 Uhr:       Stadtrundfahrt in Dresden
17:30 Uhr:       Zeit zur freien Verfügung

22. Mai 2024:

07:00 Uhr:       Weiterfahrt bis Krakau
13:30 Uhr:       Möglichkeit zur Besichtigung von Schindlers Fabrik, Alternativ: Einnahme eines Mittagessens
15:30 Uhr:       Stadtführung, Treffpunkt: Marktplatz Marienkirche, danach Schloss Wawel, Drehort des Filmes „Schindlers Liste“, Judenviertel Kazimierz
18:00 Uhr:       Weiterfahrt bis Oswiecim (Auschwitz) und Einchecken im Hotel Imperiale

23. Mai 2024:

10:00 Uhr:       Multimedia-Präsentation: „Auschwitz fiel nicht vom Himmel“
11:30 Uhr:       Möglichkeit zur Einnahme eines Imbisses
12:30 Uhr:       Besuch des Stammlagers Auschwitz I
16:30 Uhr:       Zeit zur freien Verfügung, Möglichkeit im Shop, Souvenirs oder Bücher zu kaufen
17:30 Uhr:       Möglichkeit zur Teilnahme an einer Gesprächsrunde mit Pfarrer Deselaers, einem profunden Kenner des Kommandanten Rudolf Höß

24. Mai 2024:

09:30 Uhr:       Auschecken im Hotel Imperiale
11:00 Uhr:       Führung durch Auschwitz-Birkenau (Auschwitz II)
15:00 Uhr:       Weiterfahrt nach Krakau
16:30 Uhr:       Einchecken im Hotel IBIS, Krakau
17:00 Uhr:       Zeit zur freien Verfügung, empfohlen: Marktplatz und Tuchhallen, Abendessen, Aufsuchen von Kellerlokalen mit Klezmer-Musik

25. Mai 2024:

08:00 Uhr:       Auschecken aus Hotel und Rückfahrt
22:30 Uhr:        Ankunft in Saarbrücken

- Änderungen vorbehalten -

 

Anmeldedetails & Kosten:

Der Anmeldeschluss ist der 16. Februar 2024. Nach Ihrer Anmeldung werden wir per eMail Kontakt zu Ihnen aufnehmen, um noch weitere Details wie z.B. die Übernachtung in welcher Zimmerart zu klären.

Die Kosten der Fahrt belaufen sich pro Person auf

580,00 € im Doppelzimmer incl. Frühstück
690,00 € im Einzelzimmer incl. Frühstück

Bis zum 16. Februar 2024 ist zudem eine Anzahlung in Höhe von 150,00 € pro Person an

Iban:    DE74 5919 0000 0302 0670 07
Betreff:    240521-61 Vor- und Zuname (+ ggf. weitere Namen)

zu leisten.

In der ersten Märzwoche versenden wir die Rechnung, die bis zum 15. März 2024 beglichen sein muss. Bis zu diesem Datum ist noch eine kostenlose Stornierung der Fahrt Ihrerseits möglich, bei einer Absage nach dem 15. März müssen wir leider den vollen Teilnahmebeitrag verlangen.

Sollten sich weniger als 25 Personen für die Fahrt anmelden, behalten wir uns eine Absage der Fahrt vor.

  • 21. Mai 202425. Mai 2024
    6:00 Uhr22:30 Uhr
  • Auschwitz, Dresden und Krakau.

  • AnsprechpartnerIn
    Carmen Oschmann
    0681 / 906 26 - 21
    co@sdsaar.de



Hillen, Werner

geb. 1948, Abitur am Gymnasium am Krebsberg in Neunkirchen, Lehrerstudium, 43 Jahre im Lehrberuf tätig, davon 33 Jahre Schulleiter.
Elf Jahre Projektarbeit mit Jugendlichen zu den Themen 1. und 2. Weltkrieg, Rassismus, Extremismus, Lagersystem im 3. Reich, Frieden und Europa. Erstellung von drei Wanderausstellungen: „Gestapo-Lager Neue Bremm", „Spurensuche" (2. Weltkrieg), „Edith Stein" und zwei Flyern: „Neue Bremm" und „Edith Stein" mit einer Auflage von jeweils über 10.000 Stück. Die Projektgruppe erhielt zahlreiche Auszeichnungen.
Seit 2013 Landesvorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK). In Europa- und Friedensarbeit tätig. Schulbesuche mit Ausstellungen des Volksbundes. Zahlreiche Exkursionen mit Schulklassen, Vereinen, Verbänden, Soldaten der Bundeswehr, saarländischer Regierung und Staatstheater zu den Schlachtfeldern um Verdun, nach Auschwitz, mit Schülern zum KZ Natzweiler-Struthof; Internationale Workcamps mit Jugendlichen.

befreite KInder in Auschwitz

Befreite Kinder in Auschwitz


Auschwitz:
Der Lagerkomplex Auschwitz bestand aus drei größeren Teilen sowie weiteren 47 Außenlagern und Außenkommandos. Ursprünglich 1940 als Lager für Zwangsarbeiter gebaut (Stammlager Auschwitz I), wurde der Komplex 1941 um ein Vernichtungslager (Auschwitz II, Birkenau) und 1942 um das Arbeitslager Auschwitz III (Monowitz) erweitert. Nach Auschwitz wurden weit über eine Million Menschen aus ganz Europa deportiert, von denen - nach seriösen Schätzungen - mindestens 1,1 Millionen zu Tode kamen. Die weitaus meisten wurden mit Zyklon B ermordet, die anderen starben durch Folter, Krankheiten, Unterernährung, Menschenversuchen oder Exekutionen; überlebt haben etwa 200 000 Menschen.

Auschwitz I (Stammlager) war ursprünglich als Durchgangslager für Zwangsarbeiter gedacht, wurde aber durchgehend als Gefangenenlager genutzt, um reguläre Gefängnisse zu entlasten. Bei den anfangs 12 000, zum Schluss 20 000 Insassen handelte es sich überwiegend um politische Gefangene sowie um Kriegsgefangene.

Auschwitz II (Birkenau) war die größte Massenvernichtungsanlage Europas, in der 90 000 Häftlinge festgehalten wurden. Die meisten Ankommenden wurden jedoch unmittelbar nach ihrem Eintreffen getötet,  die Schätzungen gehen von etwa 900 000 aus. Ausschwitz II wurde von der UNESCO zum Teil des Weltkulturerbes erklärt.

Auschwitz III (Monowitz) wurde von der IG Farbenindustrie AG neben den Buna-Werken errichtet.  Hier waren mehr als 11 000 Zwangsarbeiter inhaftiert, die synthetisches Gummi und Benzin herstellen mussten.
In den Außen- und Nebenlagern wurden die etwa 40 000 Zwangsarbeiter vor allem auf landwirtschaftlichen Versuchsflächen, in Kohlebergwerken sowie in der Instandhaltung von Kriegsgerät eingesetzt.