Wenn Schüler Amok laufen!

Ansbach, Winnenden, Emsdetten, Erfurt….In diesen deutschen Städten sind in den letzten Jahren extreme Bluttaten von Schüler verübt worden. Die Liste wird noch länger wenn man andere Europäische und nordamerikanische Städte hinzufügt.
Unmittelbar nach diesen Gewaltexzessen ist die Öffentlichkeit, die Politik und Justiz aufgebracht, vielfältige Maßnahmen werden versprochen und Alternativen für eine wirkungsvolle Prävention diskutiert und manchmal umgesetzt.
Das Seminar möchte sich zunächst mit der Frage nach den Gründen auseinander setzen, unter welchen Bedingungen Schüler Amok laufen. Dabei sollen nicht nur die individuellen und entwicklungspsychologischen Beweggründe der Täter angesprochen, sondern auch andere Aspekte zur Klärung der Fragestellung herangezogen werden:
Welche Rolle spielen die Verherrlichung Gewalt und Krieg durch Medien und Computerspielen?
Wie wirkt die so genannte Flatrate- Kultur auf Jugendliche, in der jede grenzenlose Handlung möglich scheint und in bestimmten Bereichen auch gefördert wird?
Wie sieht es in den Familien aus, in den Amokläufer heranwachsen?
Mittels Vorträgen, Gruppenarbeit, Film- und Zeitungsmaterial sowie Täterbiographien soll im Seminar ein Überblick zu diesem aktuellen Thema gegeben werden.
Die Frage nach einer effektiven Vorbeugung von Amoktaten wird anschließend anhand der Erfahrung in der Region diskutiert.

 

 

ReferentIn:

Dr. Fernando Espinoza, Soziologe und Gruppenanalytiker

Dr. Fernando Espinoza: Abitur im Dezember 1969 am Liceo San Pio X in Talca, Chile. Universitätsausbildung: 1970 - 1973 : Fakultät für Sozialarbeit der Katholischen Universität von Santiago, Chile. 1974 - 1978 : Magisterstudium am Institut für Soziologie der Universität Münster. 1979 - 1983 : Promotion am Institut für Soziologie der Universität Münster 1993 - 1997: Weiterbildung als Gruppenanalytiker am Institut für Gruppenanalyse in Heidelberg.

22. September 2012
09:00 Uhr bis
16:30 Uhr

Eppelborner Hof
66571 Eppelborn

Seminar