Rechtsextremismus in Deutschland

Auch wenn die rechtsextremen Parteien bei der Bundestagswahl vom 18. September 2005 klar an der 5%-Hürde gescheitert sind und sie keine akute Gefahr für unsere Demokratie darstellen, dürfen diese Parteien nicht außer Acht gelassen werden. Sie sind in einzelnen Regionen, insbesondere in den neuen Ländern, besonders stark und dort auch in Landtagen vertreten. Vor allem finden sie Anklang in bestimmten Jugendmilieus und sind an Schulen aktiv (auch im Saarland). Es ist also nach wie vor nötig, sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Das Seminar wird die verschiedenen rechtsextremen Parteien, die es in der Bundesrepublik gegeben hat, unter die Lupe nehmen, ihre Ideologien analysieren und der Frage nachgehen, warum sie in bestimmten Situationen und bei bestimmten Wählergruppen Anklang finden. Ferner sollen die Methoden aufgezeigt werden, mit denen der Rechtsextremismus, vor allem die NPD, für ihre Sache wirbt. Schließlich soll die Frage erörtert werden, in welcher Form man sich mit den Rechtsextremen auseinandersetzen soll, ob eine politisch-argumentative Auseinandersetzung ausreicht oder ob ein Verbot dieser Parteien angestrebt werden soll.

 

 

 

ReferentIn:

Prof. Dr. Adolf Kimmel

*Prof. Dr. Adolf Kimmel: Studium der Geschichte und der Politikwissenschaft an den Universitäten Würzburg, FU Berlin und Paris (Sorbonne und Institut d’Etudes Politiques)

 

1967 Promotion für Neuere Geschichte an der FU Berlin

1970 bis 1978 Assistent und Assistenzprofessor am Historischen Institut der Universität des Saarlandes

1979 Habilitation für Politikwissenschaft an der Universität des Saarlandes Vertretungsprofessuren für das Fach Politikwissenschaft an den Universitäten Bochum, München und Würzburg

Professor für Politikwissenschaft an der Universität Würzburg und Trier

seit 1.4.2004 im Ruhestand

13. September 2008
09:00 Uhr bis
17:00 Uhr

Eppelborner Hof
Rathausstr. 1-3
Eppelborn

Seminar

Villa Lessing