Die Finanzkrise in den USA und der EU - Diagnose und Lösungsansätze

In Kooperation mit der Atlantischen Akademie Rheinland-Pfalz

Der amerikanische Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger Christopher Sims sagte in einem Gespräch mit der FAZ (27.10.11), er sehe eine Parallele zwischen den aktuellen Ereignissen in Europa mit der Situation der USA vor Einführung der noch (heute gültigen) Verfassung im Jahre 1787. Die damals nur locker zusammengeschlossenen Staaten befanden sich in einer schweren Finanzkrise, die Verschuldung gegenüber dem Ausland drückte schwer. Die Krise führte zu einem engeren Zusammenschluss, zu einem Bundesstaat statt einem bloßen Staatenbund, zu einer Zentralregierung mit starken fiskalischen Befugnissen.

 

Heute bestehen die Vereinigten Staaten aus 50 Einzelstaaten unterschiedlichster Größe, unterschiedlichster Wirtschaftskraft – und unterschiedlichster Verschuldung. Dasselbe gilt für die Europäische Union mit ihren 27 Mitgliedsstaaten. Es stellt sich die Frage, ob nicht auch aus der Europäischen Union ein Bundesstaat, etwa die Vereinigten Staaten von Europa, werden muß, damit Finanzkrisen wirkungsvoll bewältigt werden können.

 

Auf diesem Seminar sollen zunächst die Ursachen der einzelnen Finanzkrisen – der Immobilienkrise in den USA, die zunächst zu einer amerikanischen und dann einer internationalen Finanzkrise wurde sowie der „Euro“-Krise -  in beiden kontinentalen Gebilden, der EU und den USA, aber auch ihre wechselseitige Abhängigkeit voneinander, untersucht werden. Daran anschließend werden Strategien zur Krisenbewältigung analysiert und diskutiert. Dabei geht es auch um  die Frage, in wie weit sich die jeweiligen politischen Strukturen für die Krisenbewältigung  eignen und wo man voneinander lernen kann.

 

 

 

 

Inhalte:

·         - Vergleich der wirtschaftspolitischen Grundüberzeugungen und Wirtschaftsverfassungen

·         - Ursachen und Entstehungsgeschichte der Finanzkrisen

·        -  Strategien zur Krisenbewältigung

·         - Notwendige Reformen zur Verhinderung zukünftiger Krisen

·         - Transfermöglichkeiten und Barrieren im Krisenmanagement und der Finanzmarktreform

Referent: Prof. Dr. Matthias S. Fifka

Dr. Jürgen Meyer Stiftungslehrstuhl für Internationale Wirtschaftsethik und Nachhaltigkeit, Cologne Business School (CBS), Köln

Seminarleiter: Dr. Werner Kremp

ReferentIn:

Prof. Dr. Matthias S. Fifka

14. April 2012
09:00 Uhr bis
16:00 Uhr

Europäische Akademie Otzenhausen
Europahausstraße
66620 Nonnweiler-Otzenhausen

Seminar

Saskia Guthörl
Telefon: 0681 - 906 26 - 22