ACHTUNG: ABGESAGT!

Ständig in der Defensive? Progressiv und links in einem konservativen Land: geht das?

Amerika sei ein Mitte-Rechts-Land, heißt es oft, auch wenn sich das Land hin und wieder einen progressiven Präsidenten leiste. Der werde schnell eines Besseren belehrt, wenn er das Land gegen den Strich zu bürsten versuche. Als Beleg gelten Obamas Gesundheitsreform und der Protest, den diese im ganzen Land auslöste.

Auch wenn die Tea Party allzu medienwirksam in den Kostümen der amerikanischen Revolution auftritt und sich als Statthalter der in der Unabhängigkeitserklärung von 1776 formulierten Prinzipien versteht  – sie steht nicht für das ganze Amerika. Die ideologische und philosophische Landschaft Amerikas ist vielfältiger und ideenreicher. Das Land wurde in seiner heutigen Gestalt viel stärker durch Progressive geprägt, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts Antworten auf die Krisen des Kapitalismus formulierten.

Doch die Errungenschaften der progressiven Bewegung stehen auf dem Prüfstand. Amerika scheint ideologisch hin und her gerissen, wenn es darum geht, wie Kapitalismus und Demokratie künftig in Einklang gebracht werden können und welche Rolle die Bundesregierung in Washington dabei übernehmen soll. Die Linke in Amerika scheint dabei eher in der Defensive zu sein, doch geschlagen gibt sie sich nicht. Im Kampf um ein besseres Amerika sollte man sie nicht für ausgezählt halten. 

 

 

 

 

 

In Kooperation mit dem Deutsch-Amerikanischen Institut Saarbrücken

ReferentIn:

Wolfgang Tönnesmann, Dr. Werner Kremp

Wolfgang Tönnesmann hat Politikwissenschaft und Geschichte in Freiburg, London und Ann Arbor, Michigan, studiert. Anschließend war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Düsseldorf und der Fernuniversität Hagen beschäftigt. Im Anschluss an einen Lehrauftrag an der Miami University in Oxford, Ohio hat er sich intensiv mit Wahlkämpfen in den USA beschäftigt, u.a. als Mitarbeiter des Instituts für Strategie, Analyse und Planung (ISAP) in Neuss. Von 1994 bis 2005 war er Redakteur für die Zeitschrift der Patientenorganisation DCCV und von 1999 bis 2005 Seminarplaner für DCM Training gem. GmbH in Köln. Daneben war er freiberuflich als Dozent in der Erwachsenenbildung und als Lehrbeauftragter im Fach Politikwissenschaft an der Universität Düsseldorf tätig. 2005 trat er als Studienleiter in die Atlantische Akademie ein und ist seit dem 1.3. 2010 deren Direktor.

21. September 2013
09:00 Uhr bis
16:30 Uhr

Europäische Akademie Otzenhausen
Europahausstraße
66620 Nonnweiler-Otzenhausen

Seminar

Saskia Guthörl
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